10 Prompts für die DaF-Unterrichtsplanung: praxistauglich und prüfbar
14. September 2026

Prompts für die DaF-Unterrichtsplanung werden besser, wenn sie nicht nur Thema und Niveau, sondern auch Lernziel, Sprachhandlung, Lerngruppe, Unterrichtsphase, Umfang und Prüfkriterien enthalten. Der Unterschied ist praktisch relevant: „Mach mir eine A2-Aufgabe zum Thema Reisen“ produziert irgendeine Aufgabe. Ein guter Prompt macht sichtbar, was Lernende am Ende tatsächlich können sollen und woran die Lehrkraft erkennt, ob der KI-Entwurf dazu passt.
✓ PRAXIS
Wenn Sie aus diesem Artikel nur eine Sache übernehmen, dann diese Reihenfolge: Lernziel → Sprachhandlung → Lerngruppe → Rahmen → Ausgabeformat → Qualitätscheck. Erst danach kommt das Tool.
Was ist ein guter Prompt für die DaF-Unterrichtsplanung?
Ein guter Prompt für die DaF-Unterrichtsplanung beschreibt nicht nur Thema und GER-Niveau, sondern präzisiert Lernziel, konkrete Sprachhandlung, Lerngruppe, relevanten Lernstand, Rahmenbedingungen und Qualitätskriterien. Dadurch wird aus einer allgemeinen KI-Anweisung eine prüfbare Spezifikation für einen Unterrichtsentwurf. Die Lehrkraft bleibt dafür verantwortlich, ob das Ergebnis didaktisch, sprachlich und für die konkrete Lerngruppe geeignet ist.
Das Wichtigste in Kürze
- Beginnen Sie mit einer beobachtbaren Sprachhandlung, nicht mit einem Thema.
- „A2“ allein ist keine ausreichende didaktische Anweisung. Beschreiben Sie zusätzlich, was die Lernenden schon können und was neu ist.
- Lassen Sie die KI nicht gleichzeitig planen, differenzieren, bewerten und Material produzieren.
- Fordern Sie ein konkretes Ausgabeformat an, damit Sie das Ergebnis schnell prüfen können.
- Lassen Sie Unsicherheiten kennzeichnen, statt scheinbare Sicherheit zu akzeptieren.
- Prüfen Sie Lernzielpassung, sprachliche Natürlichkeit, GER-Passung, Aufgabenlogik und Lösungen.
- Ein guter Prompt spart nur dann Arbeit, wenn die Nachkontrolle nicht länger dauert als die eigene Erstellung.
Der Unterschied zwischen einem beliebigen und einem brauchbaren DaF-Prompt
Zu offen:
Erstelle eine Übung zum Thema Reisen auf A2.
Das Problem ist nicht, dass die KI damit nichts erzeugen kann. Das Problem ist, dass fast jedes Ergebnis formal zur Anfrage passt. Die Lehrkraft hat kaum Kriterien, um zu entscheiden, ob die Aufgabe für diese Lerngruppe und dieses Lernziel sinnvoll ist.
Besser:
Erstelle für 12 erwachsene A2-Lernende eine 12-minütige Partneraufgabe. Lernziel: Die Lernenden können am Bahnhof nach Abfahrtszeit, Gleis und Preis fragen und auf die Antwort reagieren. Bekannt sind W-Fragen, Uhrzeiten und Zahlen. Neu sind die Redemittel „Wann fährt …?“, „Von welchem Gleis?“ und „Wie viel kostet …?“. Beide Partner sollen unterschiedliche Informationen besitzen. Gib Arbeitsauftrag, Rollenkarte A/B, benötigte Redemittel und drei Prüfkriterien aus. Schreibe keinen vollständigen Musterdialog.
Jetzt lässt sich prüfen, ob das Ergebnis zum Lernziel passt. Gleichzeitig verhindert „kein vollständiger Musterdialog“, dass die KI den Lernenden genau die produktive Sprachleistung abnimmt, die sie üben sollen.
ⓘ INFO
Der Gemeinsame europäische Referenzrahmen für Sprachen (GER/CEFR) des Council of Europe beschreibt kommunikative Sprachkompetenz und Kann-Beschreibungen. Er liefert keine fertigen Regeln dafür, wie ein KI-Prompt formuliert werden muss. Die Verbindung von GER-Niveau, Sprachhandlung und Promptstruktur ist hier eine didaktische Ableitung für die Unterrichtsplanung.
Die 6 Bausteine eines brauchbaren Planungs-Prompts
| Baustein | Frage an die Lehrkraft | Beispiel |
|---|---|---|
| Lernziel | Was sollen Lernende anschließend können? | einen Termin vereinbaren |
| Sprachhandlung | Was tun sie sprachlich konkret? | Vorschlag machen, reagieren, Alternative nennen |
| Lerngruppe | Für wen plane ich? | 14 Erwachsene, A2 |
| Lernstand | Was ist bekannt, was ist neu? | Uhrzeiten bekannt, Termin-Redemittel neu |
| Rahmen | Wie viel Zeit, welche Sozialform, welches Material? | 15 Min., Partnerarbeit |
| Qualitätscheck | Was muss das Ergebnis erfüllen? | natürliche Sprache, A2, keine unnötigen Strukturen |
Diese sechs Angaben müssen nicht immer in sechs Sätzen stehen. Sie müssen nur eindeutig genug sein, dass das Ergebnis anschließend gegen Kriterien geprüft werden kann.
10 kopierfertige Prompts für die DaF-Unterrichtsplanung
1. Eine Unterrichtssequenz planen
Wofür: Wenn Lernziel und Rahmen bereits feststehen, aber die Phasen noch fehlen.
Plane eine [45/60/90]-minütige DaF-Sequenz für [Niveau]. Lerngruppe: [Anzahl, Alter/Zielgruppe, relevante Besonderheiten]. Lernziel: Die Lernenden können [beobachtbare Sprachhandlung]. Bekannt: [Vorwissen]. Neu: [neue sprachliche Mittel]. Gliedere die Sequenz in sinnvolle Phasen. Gib für jede Phase Teilziel, Aktivität der Lernenden, Rolle der Lehrkraft, Sozialform, Zeit und Material an. Prüfe am Ende selbst: Passt jede Phase zum Lernziel? Ist die Zeit realistisch? Wo produzieren die Lernenden selbst Sprache? Kennzeichne Annahmen, die ich prüfen muss.
Prüffrage: Führt die Progression tatsächlich zur Zielhandlung oder sieht der Ablauf nur ordentlich aus?
2. Einen Text an ein GER-Niveau anpassen
Überarbeite den folgenden Text für Lernende auf [Niveau]. Ziel der Aufgabe: [selektives Lesen / globale Information / Wortschatzarbeit]. Erhalte Inhalt und natürliche Sprache. Vereinfache nur, was für das Ziel nötig ist. Markiere anschließend Wörter oder Strukturen, die möglicherweise über dem Niveau liegen, inhaltliche Veränderungen und Stellen, bei denen du dir bei der Niveauzuordnung unsicher bist. Text: [einfügen]
Prüffrage: Ist der Text wirklich leichter geworden oder nur kürzer und künstlicher?
3. Eine kommunikative Partneraufgabe entwickeln
Entwickle eine Partneraufgabe für [Niveau]. Lernziel: Die Lernenden können [Sprachhandlung]. Situation: [realistische Situation]. Person A und Person B sollen unterschiedliche Informationen oder Ziele haben, sodass echte Kommunikation nötig ist. Gib Arbeitsauftrag in lernendengerechter Sprache, Rolle A, Rolle B, maximal sechs hilfreiche Redemittel und eine kurze Auswertung aus. Kein vollständiger Musterdialog. Keine Fragen, die nur mit Ja oder Nein beantwortet werden können.
Prüffrage: Müssen beide Personen wirklich miteinander sprechen, um die Aufgabe zu lösen?
4. Eine Aufgabe differenzieren, ohne das Lernziel zu verändern
Ich habe folgende DaF-Aufgabe: [Aufgabe]. Gemeinsames Lernziel: [Lernziel]. Erstelle drei Varianten für Lernende mit unterschiedlichem Unterstützungsbedarf. Das Lernziel bleibt in allen Varianten gleich. Verändere nur sprachliche Unterstützung, Menge der Hilfen, Komplexität der Bearbeitung und erwartete Selbstständigkeit. Erkläre danach in einer Tabelle, was du verändert hast und warum.
Prüffrage: Üben alle Varianten noch dieselbe Kompetenz oder wurde aus Differenzierung ein anderes Lernziel?
5. Schreibfeedback vorbereiten, ohne den Text umzuschreiben
Analysiere den folgenden Lerntext auf [Niveau]. Aufgabe der lernenden Person war: [Aufgabenstellung]. Schreibe den Text nicht vollständig neu. Nenne zuerst zwei konkret gelungene Stellen. Wähle danach höchstens drei Fehlerschwerpunkte, die für dieses Niveau und diese Aufgabe relevant sind. Zitiere jeweils ein kurzes Beispiel, erkläre das Problem einfach, gib einen Hinweis ohne sofort die vollständige Lösung zu nennen und stelle eine Frage, mit der die lernende Person selbst überarbeiten kann. Text: [einfügen]
! ACHTUNG
Bei echten Lernendentexten zuerst Datenschutz und schulinterne Regeln prüfen. Namen, Kontaktdaten, Gesundheitsinformationen oder andere unnötige personenbezogene Angaben gehören nicht in einen KI-Prompt. Die UNESCO Guidance for Generative AI in Education and Research behandelt Datenschutz und den Schutz menschlicher Handlungsfähigkeit als zentrale Fragen beim Einsatz generativer KI in Bildung.
6. Wortschatz nicht nur abfragen, sondern anwenden lassen
Erstelle eine kurze Übungsfolge für diese Wörter: [Wortliste]. Niveau: [Niveau]. Kontext: [Situation]. Lernziel: Die Lernenden können die Wörter in [Sprachhandlung] verwenden. Baue drei Schritte: Bedeutung im Kontext erkennen, Wörter aktiv abrufen, Wörter in einer neuen Situation selbst verwenden. Gib Lösungen getrennt aus. Vermeide reine Übersetzungslisten, wenn sie für die Aufgabe nicht nötig sind.
Prüffrage: Müssen Lernende den Wortschatz am Ende selbst abrufen oder erkennen sie ihn nur wieder?
7. Ein Rollenspiel mit echtem Gesprächsanlass erstellen
Erstelle ein Rollenspiel für [Niveau] zur Situation [Situation]. Lernziel: [Sprachhandlung]. Formuliere zwei Rollen mit unterschiedlichen Zielen. Beide Personen brauchen Informationen voneinander. Gib passende Redemittel als Hilfe, aber keinen fertigen Dialog. Ergänze für Runde 2 zwei unerwartete Änderungen, auf die die Lernenden spontan reagieren müssen.
Prüffrage: Gibt es einen Informations- oder Interessensunterschied oder spielen die Lernenden nur einen vorgegebenen Dialog nach?
8. Eine formative Lernkontrolle entwickeln
Erstelle eine formative Lernkontrolle für [Niveau]. Lernziel: [Lernziel]. Die Aufgabe soll höchstens fünf Minuten dauern und zeigen, ob die Lernenden die Zielhandlung selbstständig ausführen können. Gib Aufgabe, drei beobachtbare Erfolgskriterien, kurze Selbsteinschätzung für Lernende und einen Hinweis, was ich als Lehrkraft aus einem nicht erreichten Kriterium ableiten kann.
Prüffrage: Misst die Aufgabe das Lernziel oder nur leicht zählbares Sprachwissen?
9. KI-generiertes Material kritisch prüfen lassen
Prüfe das folgende DaF-Material kritisch. Kontext: Niveau [Niveau], Lerngruppe [Beschreibung], Lernziel [Lernziel]. Prüfe getrennt Lernzielpassung, sprachliche Natürlichkeit, Niveau, Arbeitsauftrag, Aufgabenlogik, Lösungen, Fakten sowie mögliche Datenschutz- oder Bias-Probleme. Nenne problematische Stellen konkret. Schlage Änderungen vor. Wenn du etwas nicht zuverlässig beurteilen kannst, kennzeichne es ausdrücklich. Material: [einfügen]
Prüffrage: Übernimmt die KI nur eine zweite Sichtprüfung oder behandeln Sie ihre Aussage bereits wie eine Freigabe?
10. Eine Hausaufgabe mit echtem Transfer entwickeln
Entwickle eine kurze Hausaufgabe für [Niveau]. Im Unterricht haben die Lernenden Folgendes geübt: [Lernziel / Sprachhandlung]. Die Hausaufgabe soll dieselbe Kompetenz in einer neuen Alltagssituation verlangen. Sie muss ohne kostenpflichtige App lösbar sein. Gib klaren Arbeitsauftrag, erwartetes Ergebnis, einfache Selbstkontrolle und eine Anschlussfrage, die in der nächsten Stunde genutzt werden kann.
Prüffrage: Übertragen die Lernenden etwas oder wiederholen sie nur dieselbe Übung in anderer Verpackung?
Welche Angaben fehlen in Ihrem Prompt? Ein 30-Sekunden-Check
| Prüffrage | Wenn die Antwort „nein“ ist |
|---|---|
| Ist das Lernziel beobachtbar formuliert? | Lernziel zuerst präzisieren |
| Ist klar, was die Lernenden sprachlich tun sollen? | Sprachhandlung ergänzen |
| Kennt die KI relevanten Lernstand und Kontext? | nur notwendige Kontextdaten ergänzen |
| Ist Umfang oder Format begrenzt? | gewünschte Ausgabe festlegen |
| Gibt es Kriterien für ein brauchbares Ergebnis? | Prüfkriterien ergänzen |
| Kann ich das Ergebnis fachlich kontrollieren? | Aufgabe nicht an KI delegieren oder externe Prüfung einplanen |
Warum „A2“ allein nicht reicht
Eine häufige Schwäche von KI-Materialien ist nicht unbedingt ein offensichtlicher Grammatikfehler. Schwieriger sind Aufgaben, die formal einfach aussehen, aber didaktisch nicht zum Lernstand passen.
Zwei A2-Gruppen können sehr unterschiedliche Voraussetzungen haben. Eine Gruppe hat vielleicht gerade Wechselpräpositionen behandelt, eine andere arbeitet am Telefonieren und kennt bestimmte Redemittel noch nicht. Ein Prompt, der nur „A2“ nennt, kennt diesen Unterschied nicht.
Für die Unterrichtsplanung ist deshalb oft hilfreicher: GER-Niveau + konkrete Sprachhandlung + bekanntes Vorwissen + neue sprachliche Mittel statt nur GER-Niveau + Thema.
Der Council of Europe stellt die offiziellen GER/CEFR-Deskriptoren bereit. Sie können als Referenz für Kompetenzbeschreibungen dienen, ersetzen aber nicht die Diagnose der konkreten Lerngruppe.
So werden die Prompts zuverlässiger
- Eine Aufgabe pro Prompt. Erst planen, dann bei Bedarf Material erstellen, dann prüfen.
- Erste Version klein halten. Eine 10-Minuten-Aktivität lässt sich leichter kontrollieren als ein komplettes 90-Minuten-Paket.
- Prüfkriterien vor der Generierung festlegen. Nicht erst nachher überlegen, ob das Ergebnis gut ist.
- Unsicherheit zulassen. Fordern Sie die KI auf, Annahmen und unsichere Stellen zu markieren.
- Mit realem Unterrichtskontext nachschärfen. Lernstand, Gruppengröße und vorhandene Materialien verändern die Qualität der Planung stärker als ein „perfektes“ Prompt-Wording.
Typische Fehler beim Prompten
Fehler 1: Thema mit Lernziel verwechseln
„Essen“, „Reisen“ oder „Arbeit“ sind Themen. Sie sagen noch nicht, was Lernende sprachlich können sollen.
Fehler 2: Die KI bekommt zu viele Rollen gleichzeitig
„Plane die Stunde, erstelle alle Materialien, differenziere sie, entwickle einen Test und bewerte die Ergebnisse“ erschwert die Kontrolle. Zerlegen Sie komplexe Aufgaben.
Fehler 3: Ein schöner Output wird mit einem guten Unterrichtsentwurf verwechselt
Eine sauber formatierte Tabelle kann didaktisch schwach sein. Prüfen Sie zuerst Lernziel, Aktivität der Lernenden und Ergebnissicherung.
Fehler 4: Die KI produziert die Lernleistung
Wenn das Lernziel freies Sprechen ist, kann ein vollständiger Musterdialog die Aufgabe entwerten. Wenn Lernende selbst schreiben sollen, ist ein fertig formulierter Text keine Unterstützung mehr.
Fehler 5: Datenschutz wird erst nach dem Prompt bedacht
Verwenden Sie nur die Daten, die für die Aufgabe wirklich notwendig sind. Bei Lernendentexten und individuellen Rückmeldungen gelten zusätzlich die Regeln der eigenen Institution und des verwendeten Dienstes.
Human in the Loop: Was bleibt Aufgabe der Lehrkraft?
KI kann Varianten erzeugen, Strukturen vorschlagen und einen Entwurf gegen vorgegebene Kriterien prüfen. Die Lehrkraft kennt jedoch den tatsächlichen Lernstand, die Dynamik der Gruppe, den bisherigen Unterricht und das konkrete Lernziel.
- Passt die Aufgabe zur tatsächlichen Lerngruppe?
- Ist die Sprache natürlich und für das Niveau angemessen?
- Sind Fakten und Lösungen korrekt?
- Führt die Aktivität zur gewünschten Sprachhandlung?
- Ist der Arbeitsauftrag verständlich?
- Übernimmt die KI etwas, das die Lernenden selbst leisten sollen?
- Sind Datenschutz und institutionelle Regeln eingehalten?
Ein Prompt ist damit kein Ersatz für Unterrichtsplanung, sondern eine Spezifikation für einen Entwurf, den die Lehrkraft beurteilen kann.
FAQ
Müssen gute DaF-Prompts lang sein?
Nein. Sie müssen die Informationen enthalten, die für die jeweilige Aufgabe relevant sind. Lernziel, Sprachhandlung und ein klares Ausgabeformat können in wenigen Sätzen reichen.
Sollte ich immer das GER-Niveau nennen?
Bei sprachlichen Materialien ist das meist sinnvoll. Das Niveau allein reicht aber nicht. Ergänzen Sie Lernziel, Vorwissen und konkrete Sprachhandlung, wenn diese für die Aufgabe relevant sind.
Kann ich dieselben Prompts immer wieder verwenden?
Die Struktur ja. Lernziel, Lerngruppe, Lernstand und Kontext müssen jedoch jeweils angepasst werden.
Soll die KI Lösungen mitliefern?
Bei geschlossenen Aufgaben können getrennte Lösungsvorschläge hilfreich sein. Sie müssen geprüft werden. Bei offenen produktiven Aufgaben sind Kriterien häufig sinnvoller als eine „perfekte“ Musterlösung.
Spart Prompting tatsächlich Zeit?
Nicht automatisch. Relevant ist der Netto-Aufwand aus Erstellung, Nachbearbeitung und Kontrolle. Ein KI-Entwurf, der umfangreich korrigiert werden muss, kann mehr Arbeit verursachen als eine eigene Planung.
Fazit
Der größte Hebel bei Prompts für die DaF-Unterrichtsplanung ist nicht eine komplizierte Prompt-Technik. Es ist die didaktische Präzision vor dem Prompt.
Wenn Lernziel, Sprachhandlung, Lernstand und Prüfkriterien klar sind, kann KI einen brauchbaren Entwurf liefern. Sind diese Punkte unklar, formuliert die KI die Unklarheit nur überzeugend aus.
Merksatz: Nicht fragen: „Was soll die KI erstellen?“ Zuerst fragen: „Was sollen meine Lernenden danach können?“
✓ PRAXIS
So geht es sinnvoll weiter: Testen Sie einen Prompt an einer realen Unterrichtsaufgabe. Für den vollständigen Workflow lesen Sie DaF-Unterricht mit ChatGPT planen; anschließend hilft der DaF-Qualitätscheck bei der Prüfung des Entwurfs.